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Gut, ein Philosophie- und Literaturstudium ist nicht unbedingt ein
Garant dafür, dass man sofort eine Arbeitsstelle findet, doch gleich
Hartz IV? So richtig kann sich Thomas Mahler nicht vorstellen, was
ihn nach Abschluss seines Studiums in der harten Realität erwarten
wird. Offene Stellen gibt es für ihn keine, und ewig auf Minijob-Basis
kellnern, ist auf Dauer auch keine Option. Also beschließt er, Hilfe
vom Staat anzunehmen. Was lediglich als Übergang für einige Wochen
gedacht war, führt zu einem ganzen Jahr, einem Jahr mit überforderten
Sachbearbeitern, unsinnigen Seminaren und merkwürdigen 1-Euro-Jobs.
Aus dieser Spirale heraus kommt er nur, weil er seine Erfahrungen
niederschreibt.
Was ist der Mensch wert, wenn er keiner Arbeit nachgeht? In einer
Gesellschaft, in der die zweite Frage nach dem Kennenlernen meistens
auf den Beruf abzielt, ist es für einen Arbeitslosen sehr schwer,
sich seine Würde zu bewahren. Beeindruckend beschreibt der Autor nicht
nur seine persönliche Situation, sondern auch die absurden Maßnahmen,
die ergriffen werden, damit die Statistik bereinigt wird. Maßnahmen,
die keinen aus der Arbeitslosigkeit heraus führen, sondern nur denjenigen
was bringen, die sie anbieten.
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