|
In den USA der Zukunft hat sich ein politischer Wandel
vollzogen, das Land steht unter einem totalitären Regime, das erkannt
zu haben glaubt, dass alle Gefühle, ganz besonders die Liebe, eine
Krankheit darstellen, die durch einen chirurgischen Eingriff ins Gehirn
eines Menschen geheilt werden kann. Alle Einwohner müssen sich im
Alter von achtzehn Jahren dieser Prozedur unterziehen. Einige Zeit
vorher werden sie einer Art Musterung unterzogen, bei der ihre Eignung
für Beruf, Ehepartner, Familie festgestellt wird. So auch Lena, die
es kaum erwarten kann "geheilt" zu werden, ist sie doch durch ihre
Eltern vorbelastet, die als Aufrührer hingerichtet wurden. Jedoch
begegnet ihr bei ihrer Evaluierung ein Junge, der aus dem Muster herausfällt
und eine für Lena unbegreifliche Faszination ausstrahlt. Wider besseres
Wissen trifft sie sich mit ihm, und was er ihr eröffnet, ändert Lenas
Leben für immer.
Auch wenn der Erzählfluss nicht immer flüssig daherkommt,
so ist die Geschichte doch nicht weniger packend. In einer Welt, in
der alle Gefühle als Krankheit gelten und "Träger" als ansteckend
gelten und entweder hingerichtet oder eingekerkert werden, überlebt
der kleine Funke Hoffnung. "Delirium" ist als erster Teil einer Trilogie
angelegt.
|