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Europa im Geflecht der Welt

Mittelalterliche Migrationen in globalen Bezügen, Abhandlungen und Beiträge zur historischen Komparatistik 20, Europa im Mittelalter 20

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783050059839
Sprache: Deutsch
Umfang: 283 S., 23 s/w Illustr., 23 b/w ill.
Format (T/L/B): 2.5 x 24.8 x 18.1 cm
Auflage: 1. Auflage 2012
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Der Band dokumentiert Vorträge und Workshops der internationalen Abschlusstagung des DFG-Schwerpunktprogrammes 1173 „Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter“, die Ende Mai 2011 in Berlin stattgefunden hat. Bei der Arbeit im Schwerpunktprogramm hatte sich gezeigt, wie schwierig es ist, Europa im geographischen und historischen Sinne vom Mittelmeerraum mit Nordafrika und Vorder¬asien zu trennen. Daher wurden die Grenzen des mittelalterlichen Europa bewusst überschritten und auch die Geschichte weiter entfernter Länder in den Blick genommen. Als thematischer Schwerpunkt boten sich in diesem Zusammenhang Migrationen an. Migrationen sind ja ein globales Phäno¬men, das an allen Orten und zu allen Zeiten immer wieder die Geschichte der Menschheit prägt und dabei unvermeidlich – selbst in der scheinbaren Isolation einer „Diaspora“ oder „Parallelgesellschaft“ – zu transkulturellen Verflechtungen führt. Fremde und einheimische Gruppen und Individuen werden in neue soziale Umgebungen gerückt und Kontakte oder Konflikte zwischen ihnen erzeugt. Wo aber das jeweilige Leben gegeneinander abgeschottet werden soll, verliert Kultur ihre Inno¬vations¬kraft und versteinert die Gesellschaft. Mit dem Sachthema der „Migrationen“ und mit einem Blick weit über Europa hinaus, bis nach Amerika, Japan und ins südliche Afrika, wird der Übergang von einer eurozentrierten Mittelalterforschung zu einer transdisziplinären Mediävistik in globalen Zusammenhängen markiert.

Autorenportrait

Paul Predatsch koordiniert als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter der Humboldt-Universität zu Berlin die Forschergruppe "Foundations in Medieval Societies" und forscht über Migration und transkulturelle Verflechtung im italischen Frühmittelalter. Marcel Müllerburg arbeitet, unterstützt durch ein Stipendium der Gerda Henkel Stiftung, an der Fertigstellung seines Dissertationsprojektes zu jüdisch-christlichen Religionsdialogen des 12. Jahrhunderts. Julia Dücker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

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