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Schule und Nationalsozialismus

Anspruch und Grenzen des Geschichtsunterrichts, Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts 11

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783593376172
Sprache: Deutsch
Umfang: 327 S.
Format (T/L/B): 2.3 x 21 x 14.8 cm
Auflage: 1. Auflage 2005
Einband: Paperback

Beschreibung

Während die Frage, welche Lehren aus der Geschichte des Nationalsozialismus zu ziehen seien, wissenschaftlich umstritten ist, scheint die Annahme, dass die nachkommende Generation aus dem Geschichtsunterricht lernen könne, selbstverständlich. Dagegen sprechen freilich die Befunde einer Pilotstudie, die den Unterricht zum Thema Nationalsozialismus in zwei Klassen der gymnasialen Oberstufe zum ersten Mal empirisch untersucht. Offenbar vermag der Schulunterricht nicht das zu leisten, was Politik und Pädagogik erwarten. Geschichtsdidaktiker, Historiker, Soziologen und Erziehungswissenschaftler diskutieren in diesem Band die aus diesem Befund zu ziehenden Schlüsse. Sie nehmen die soziohistorischen Bedingungen des Geschichtsunterrichts in den Blick, vom allgemeinen Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Gesellschaft bis zu familialen Erinnerungskulturen, und erläutern, warum und in welcher Weise Anspruch und Grenzen historisch-moralischen Lernens in der Schule neu bestimmt werden müssen. Der Band enthält Beiträge unter anderem von Bodo von Borries, Micha Brumlik, Norbert Frei, Verena Haug, Jochen Kade, Gottfried Kößler und Harald Welzer.

Autorenportrait

Wolfgang Meseth, Dr. phil., und Matthias Proske, Dr. phil., sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Universität Frankfurt am Main, Frank-Olaf Radtke ist Professor am gleichen Institut.

Inhalt

Vorwort Wolfgang Meseth, Matthias Proske, Frank-Olaf Radtke Schule und Nationalsozialismus Anspruch und Grenzen des Geschichtsunterrichts I. Gesellschaftliche, familiale und mediale Geschichtsdiskurse An welches Vorwissen schließt der Schulunterricht zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust an? Norbert Frei Deutsche Lernprozesse NS-Vergangenheit und Generationenfolge seit 1945 Harald Welzer "Ach Opa!" Einige Bemerkungen zum Verhältnis von Tradierung und Aufklärung Jochen Kade Erinnerung und Pädagogik Darstellungsformen des Holocaust im Spielfilm II. Erziehungswissenschaftliche Kontroversen Paradoxien pädagogisch-moralischer Kommunikation im Unterricht Wolfgang Meseth, Matthias Proske, Frank-Olaf Radtke Nationalsozialismus und Holocaust im Geschichtsunterricht Erste empirische Befunde und theoretische Schlussfolgerungen Horst Rumpf Von der Belehrung zur Aufmerksamkeit? Zur Leistungsfähigkeit des Schulfachs Geschichte Andreas Gruschka Didaktische Analyse als Kern der Rekonstruktion der Fallstruktur "Unterricht" Beobachtungen zu Beobachtungen von Unterricht Micha Brumlik Ein ruhiges Anschauen des Grauens? Zur Unzulänglichkeit des reformpädagogischen Erfahrungsbegriffs Wolfgang Ludwig Schneider Die Unwahrscheinlichkeit der Moral Strukturen moralischer Kommunikation im Schulunterricht über Nationalsozialismus und Holocaust III. Irritation der Geschichtsdidaktik Praxisbezogene Reflexionen, empirische Befunde und theoretische Vergewisserungen Gottfried Kößler Menschenrechtsbildung, moralische Erziehung und historisches Lernen Erfahrungen mit dem Projekt "Konfrontationen" Verena Haug Gedenkstättenpädagogik Kompensation schulischer Defizite oder neue Teildisziplin? Bodo von Borries Moralische Aneignung und emotionale Identifikation im Geschichtsunterricht Empirische Befunde und theoretische Erwägungen Gerhard Henke-Bockschatz Der "Holocaust" als Thema im Geschichtsunterricht Kritische Anmerkungen Zu den Autorinnen und Autoren

Schlagzeile

Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main

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