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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783772443695
Sprache: Deutsch
Umfang: 144 S.
Format (T/L/B): 1.4 x 24.5 x 19.1 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1, Universität Wien, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen der Verstädterung im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Gegenüber von Öffentlichkeit und Privatheit (Siebel 2000, 7). Für die Stadtbürger_innen ging mit der Entstehung des öffentlichen Raumes die Erweiterung ihrer Optionen, außerhalb des Hauses zu agieren, einher. Die Bewohner_innen unterstanden in der Öffentlichkeit keiner kontinuierlichen Überwachung und Aufsicht mehr und konnten somit unbeobachtet mit Fremdem in Berührung kommen. Zu diesen neuen Handlungsoptionen gehörte unter anderem der unbemerkte Besuch von Sexarbeiter_innen (Ruhne 2006, 199 f.; Siebel und Häussermann 2004, 57). Die urbane Anonymität und Freiheit des Individuums sind im 21. Jahrhundert nach wie vor ein wesentliches Merkmal der Großstadt, denn sie gewährt nämlich dem Individuum eine Art und ein Maß persönlicher Freiheit, zu denen es in anderen Verhältnissen gar keine Analogie gibt (Simmel 2007, 33).Die neugewonnenen Freiräume der Stadtbewohner_innen standen jedoch im Spannungsverhältnis zu den Ungewissheiten und Befürchtungen in Bezug auf die Wahrung von Sicherheit, Sittlichkeit und [...] Zugänglichkeit (Schlör 1991, 25) der Öffentlichkeit. Die Stadtpolitik begann deswegen ab der Jahrhundertwende mit der Implementierung von Regulierungen, die als Mittel zur Aufrechterhaltung der Kontrolle im neuen öffentlichen Raum eingesetzt wurden (Ruhne 2006, 200). Dies galt insbesondere für die Nachtseite der Urbanität (Siebel 2000, 7) die Prostitution. Die Sexarbeit betreffend, dienten diese Regelungen vorwiegend dem folgenden Zweck:In Bezug auf die Prostitution zielten derartige Maßnahmen vor allem auf eine räumliche Ausgrenzung des Geschehens aus dem sonstigen städtischen Lebensalltag und das heißt auf eine Beschränkung der Zugänglichkeit öffentlicher Räume für spezifische Bevölkerungsgruppen bzw. spezifische Aktivitäten (Ruhne 2006, 200).